DAAD-Stipendien bieten ausländischen Doktoranden und Nachwuchswissenschaftlern die Möglichkeit, in Deutschland zu forschen und sich weiter zu bilden. Es bestehen Förderangebote für unterschiedliche Qualifizierungsphasen und Karrierestufen. Darüber hinaus unterstützen die Stipendien den Erfahrungsaustausch und die Vernetzung mit Fachkolleginnen und Fachkollegen.

Ziel dieses Programms ist die Förderung von Promotionen an der Heimathochschule mit eingebetteten Forschungsphasen in Deutschland. Die Promotionen werden sowohl von einem Hochschullehrer an der Heimathochschule als auch von einem wissenschaftlichen Gastgeber in Deutschland betreut („Sandwich-Modell“). Nach diesem flexiblen mehrphasigen Fördersystem wird die Promotion im Heimatland begonnen; es folgen Forschungsaufenthalte in Deutschland. Abgeschlossen wird die Promotion im Heimatland unter Beteiligung des deutschen Betreuers.

Wer kann sich bewerben?

Sehr gut qualifizierte Doktoranden und Nachwuchswissenschaftler, die ihr Studium spätestens zum Zeitpunkt des Stipendienantritts mit dem Master oder Diplom, in Ausnahmefällen mit dem Bachelor, abgeschlossen haben.

Was wird gefördert?

Forschungsabschnitte an einer staatlichen bzw. staatlich anerkannten Hochschule oder außeruniversitären Forschungseinrichtung in Deutschland im Rahmen eines Promotionsvorhabens im Heimatland; das Vorhaben muss mit den Betreuern an der Heimathochschule und in Deutschland abgestimmt sein.

Dauer der Förderung

  • Insgesamt maximal 2 Jahre; die Förderdauer wird von einer Auswahlkommission in Abhängigkeit vom Vorhaben und von der Arbeitsplanung festgelegt.
  • Stipendienzusagen werden zunächst nur für bis zu 12 Monate ausgesprochen. Verlängerungen sind davon abhängig, ob die bisherige Stipendienlaufzeit von einer Auswahlkommission als erfolgreich bewertet wird.
  • Die Aufteilung der Aufenthalte in Deutschland und an der Heimathochschule sowie geplante Aufenthalte zur Materialsammlung in einem Drittland sind bei der Bewerbung in einem Arbeits- und Zeitplan darzustellen.
  • Während der Aufenthalte an der Heimathochschule wird das Stipendium unterbrochen.

Stipendienleistungen

  • monatliche Stipendienrate für Doktoranden während des Aufenthalts in Deutschland: 1.200 Euro
  • Leistungen zur Kranken-, Unfall- und Privathaftpflichtversicherung
  • Zuschuss zu den Reisekosten, sofern die Kosten nicht vom Heimatland oder von anderer Seite getragen werden.
  • Einmalige Forschungsbeihilfe
  • Reise- und Aufenthaltskosten nach Bundesreisekostengesetz für die betreuenden Hochschullehrer für jeweils eine bis zu 10-tägige Reise
    - des ausländischen Hochschullehrers nach Deutschland zur Verlaufskontrolle
    - des deutschen Hochschullehrers an die Heimathochschule des Stipendiaten zur Teilnahme an der Abschlussprüfung.
    Die Reisen sind im Arbeits- und Zeitplan der Bewerbung anzugeben.
Darüber hinaus können bei ununterbrochenen Deutschlandaufenthalten von mehr als 6-monatiger Dauer unter bestimmten Voraussetzungen folgende Zusatzleistungen gewährt werden:
  • monatliche Mietbeihilfen
  • monatliche Zuschläge für mitreisende Familienangehörige
Zur sprachlichen Vorbereitung auf den Aufenthalt in Deutschland bietet der DAAD folgende Leistungen an:
  • Übernahme der Kursgebühren für den Online-Sprachkurs „Deutsch-Uni Online (DUO)“ (www.deutsch-uni.com) für 6 Monate ab Erhalt der Stipendienzusage
  • falls erforderlich: Sprachkurs (2, 4 oder 6 Monate) vor Beginn des Forschungsaufenthaltes; über eine Teilnahme und die Dauer entscheidet der DAAD je nach Deutschkenntnissen und Vorhaben. Wenn ein Sprachkursstipendium gewährt wird und die Arbeitssprache am Gastinstitut Deutsch ist, ist die Teilnahme verpflichtend.
  • Zuschuss zu einem selbst gewählten Deutschkurs während des Stipendiums
  • Erstattung der Gebühr für eine TestDaF-Prüfung, die entweder im Heimatland nach Erhalt der Stipendienzusage oder in Deutschland bis zum Ende der Förderung abgelegt wird.
  • Alternativ zu TestDaF für Stipendiaten mit vorgeschaltetem Sprachkurs: Erstattung der Gebühr für eine während des Stipendiums abgelegte DSH-Prüfung.

Auswahl

Über die Bewerbungen entscheidet eine unabhängige Auswahlkommission von Fachwissenschaftlern.
Zentrale Auswahlkriterien sind:
  • ein überzeugendes und gut geplantes Forschungs- oder Fortbildungsvorhaben
  • die akademischen Leistungen
Darüber hinaus werden auch zusätzlich eingereichte Unterlagen, die die fachliche Eignung belegen oder auch über außerfachliches Engagement Auskunft geben, in die Bewertung einbezogen.

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