DAAD-Stipendien bieten ausländischen Doktoranden und Nachwuchswissenschaftlern die Möglichkeit, in Deutschland zu forschen und sich weiter zu bilden. Es bestehen Förderangebote für unterschiedliche Qualifizierungsphasen und Karrierestufen. Darüber hinaus unterstützen die Stipendien den Erfahrungsaustausch und die Vernetzung mit Fachkolleginnen und Fachkollegen.

Ziel dieses Programms ist die Förderung von bi-nationalen Promotionsvorhaben an der Heimathochschule und an einer Hochschule in Deutschland nach dem so genannten Cotutelle-Verfahren. Voraussetzung ist eine individuelle Vereinbarung zwischen den beteiligten Hochschulen, die über das zu betreuende Promotionsvorhaben abgeschlossen wird.

Wer kann sich bewerben?

Sehr gut qualifizierte Doktoranden und Graduierte, die zum Zeitpunkt des Stipendienantritts zur Promotion zugelassen sind.

Was wird gefördert?

Forschungsaufenthalte an einer staatlichen bzw. staatlich anerkannten Hochschule in Deutschland zur Anfertigung einer Dissertation, die bi-national betreut und durchgeführt wird (Cotutelle-Verfahren); nach erfolgreichem Abschluss der Promotion verleihen die deutsche Hochschule und die ausländische Partnerhochschule in der Regel gemeinsam einen Doktorgrad.

Dauer der Förderung

  • Maximal 18 Monate; das Stipendium kann auch im Rahmen von mehreren kürzeren Aufenthalten innerhalb von 3 aufeinander folgenden Jahren verwendet werden. Die Förderdauer wird von einer Auswahlkommission in Abhängigkeit vom Vorhaben und von der Arbeitsplanung festgelegt.
  • Die Aufteilung der Aufenthalte in Deutschland und an der Heimathochschule ist bei der Bewerbung in einem Arbeits- und Zeitplan darzustellen.
  • Stipendienzusagen werden zunächst für bis zu 12 Monate ausgesprochen. Verlängerungen sind von den im ersten Jahr erbrachten Leistungen abhängig.
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Stipendienleistungen

  • Monatliche Stipendienrate für Doktoranden während des Aufenthalts in Deutschland: 1.200 Euro
  • Leistungen zur Kranken-, Unfall- und Privathaftpflicht
  • Zuschuss zu den Reisekosten, sofern die Kosten nicht vom Heimatland oder von anderer Seite getragen werden
  • einmalige Forschungsbeihilfe
  • Reise- und Aufenthaltskosten nach Bundesreisekostengesetz für die betreuenden Hochschullehrer für jeweils eine bis zu 10-tägige Reise
    - des ausländischen Hochschullehrers nach Deutschland zur Verlaufskontrolle
    - des deutschen Hochschullehrers an die Heimathochschule des Stipendiaten zur Teilnahme an der Abschlussprüfung.
    Die Reisen sind im Arbeits- und Zeitplan der Bewerbung anzugeben.
Darüber hinaus können bei ununterbrochenen Deutschlandaufenthalten von mehr als 6-monatiger Dauer unter bestimmten Voraussetzungen folgende Zusatzleistungen gewährt werden:
  • monatliche Mietbeihilfen
  • monatliche Zuschläge für mitreisende Familienangehörige
Zur sprachlichen Vorbereitung auf den Aufenthalt in Deutschland bietet der DAAD folgende Leistungen an:
  • Übernahme der Kursgebühren für den Online-Sprachkurs „Deutsch-Uni Online (DUO)“ (www.deutsch-uni.com) für 6 Monate ab Erhalt der Stipendienzusage
  • falls erforderlich: Sprachkurs (2, 4 oder 6 Monate) vor Beginn des Forschungsaufenthaltes; über eine Teilnahme und die Dauer entscheidet der DAAD je nach Deutschkenntnissen und Vorhaben. Wenn ein Sprachkursstipendium gewährt wird und die Arbeitssprache am Gastinstitut Deutsch ist, ist die Teilnahme verpflichtend.
  • Zuschuss zu einem selbst gewählten Deutschkurs während des Stipendiums
  • Erstattung der Gebühr für eine TestDaF-Prüfung, die entweder im Heimatland nach Erhalt der Stipendienzusage oder in Deutschland bis zum Ende der Förderung abgelegt wird
  • Alternativ zu TestDaF für Stipendiaten mit vorgeschaltetem Sprachkurs: Erstattung der Gebühr für eine während des Stipendiums abgelegte DSH-Prüfung.

Auswahl

Über die Bewerbungen entscheidet eine unabhängige Auswahlkommission von Fachwissenschaftlern.
Zentrale Auswahlkriterien sind:
  • ein überzeugendes und gut geplantes Forschungs- oder Fortbildungsvorhaben
  • die akademischen Leistungen
Darüber hinaus werden auch zusätzlich eingereichte Unterlagen, die die fachliche Eignung belegen oder auch über außerfachliches Engagement Auskunft geben, in die Bewertung einbezogen.

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