Beschreibung des Programms

Gemäß ihrer Satzung fördert die Studienstiftung des deutschen Volkes "die Hochschulbildung junger Menschen, deren hohe wissenschaftliche oder künstlerische Begabung und deren Persönlichkeit besondere Leistungen im Dienste der Allgemeinheit erwarten lassen." Die Auswahl und Förderung der Stipendiaten erfolgen unabhängig von politischen, weltanschaulichen und religiösen Vorgaben.

Dabei gibt es verschiedene Zugangswege: Zum einen können Schulleitungen ihre besten und engagiertesten Abiturienten für eine Aufnahme vorschlagen; dies gilt auch für deutsche Schulen im Ausland, solange die Vorgeschlagenen die Bedingungen des §8 BAföG erfüllen. Des Weiteren können Hochschulprofessoren einzelne Studierende vorschlagen, die durch hervorragende Leistungen und überdurchschnittliche fachliche Begabung auffallen. Zudem können die Prüfungsämter von Universitäten und Fachhochschulen in Deutschland einmal jährlich die besten Studierenden ihrer Bachelorstudiengänge nominieren. Studierende im ersten und zweiten Fachsemester können sich außerdem selbst bewerben und einen Auswahltest absolvieren.

Zielgruppe

Unter dem Leitbild "Leistung, Initiative, Verantwortung" fördert die Studienstiftung fachlich herausragende und gesellschaftlich engagierte Studierende aus dem In- und Ausland an Universitäten, Fachhochschulen, sowie staatlichen Kunst- und Musikhochschulen in Deutschland.

Voraussetzung für die Förderung in Deutschland ist, dass Studierende entweder (a) eine EU-Staatsangehörigkeit besitzen oder (b) die Voraussetzungen nach §8 BAföG erfüllen. Die Voraussetzungen nach §8 BAföG erfüllen alle deutschen Staatsbürger und in der Regel Bildungsinländer sowie in Deutschland daueraufenthaltsberechtigte Personen; darüber hinaus auch anerkannte Asylberechtigte, anerkannte Flüchtlinge oder subsidiär Schutzberechtigte; Geduldete jedoch erst nach einer 15-monatigen Wartefrist. Für die Förderung gibt es keine formalen Altersgrenzen.

Für ein Studium an Hochschulen in einem Mitgliedsstaat der Europäischen Union oder in der Schweiz können Studierende nur dann gefördert werden, wenn sie die Bedingungen des §8 Abs. 1 bis 3 BAföG erfüllen.

Akademische Voraussetzungen

Studierende und Abiturienten mit weit überdurchschnittlichen Leistungen können für eine Förderung vorgeschlagen werden. Studierende, die von ihrem Prüfungsamt nominiert werden, sollten zu den besten 2 Prozent ihres Jahrgangs gehören. Auch Studierende, die von einem Hochschulprofessor vorgeschlagen werden, sollten zu den besten 5 bis 10 Prozent ihres Jahrgangs zählen.

Laufzeit

Stipendiaten der Studienstiftung können bis zum Ende der Regelstudienzeit gefördert werden, in BA/MA-Studiengängen bis zum Masterabschluss.

Stipendienleistung

Geförderte Studierende erhalten ein Stipendium, bestehend aus einer monatlichen Studienkostenpauschale von 300 EUR und einem einkommensabhängigen Anteil, der ähnlich wie BAföG berechnet wird. Weder die Studienkostenpauschale noch das sich an BAföG orientierende Grundstipendium müssen zurückgezahlt werden. Hinzu kommen gegebenenfalls Zuschüsse für Studierende mit Kindern. Zusätzlich finanziert die Studienstiftung Studium und Praktika im Ausland und bezuschusst die Teilnahme am Veranstaltungsangebot.

Außerdem bietet die Studienstiftung ein umfangreiches Veranstaltungsangebot: Sie organisiert Sprachkurse im europäischen Ausland, wissenschaftliche Veranstaltungen in ganz Deutschland und am Studienort sowie Soft-Skills-Seminare und Workshops zur Berufsorientierung. Im Zentrum aller Veranstaltungen steht der anregende Ideenaustausch unter engagierten und aufgeschlossenen Studierenden sowie das lebendige Miteinander über weltanschauliche, kulturelle, politische und soziale Grenzen hinweg.

Die Stipendiaten erhalten zudem Zugang zum Netzwerk der Studienstiftung, das aus über 60.000 Alumni sowie Studierenden weltweit besteht.

Formalia

Bewerber, die sich im 1. oder 2. Studiensemester über den Auswahltest bewerben möchten, können sich hier informieren: www.studienstiftung.de/studienfoerderung/selbstbewerbung

Informationen zum Vorschlagswesen für Hochschulprofessor und Prüfungsämter finden Sie ebenfalls auf unserer Homepage: www.studienstiftung.de/studienfoerderung/vorschlag

Bewerbungsschluss

Schulleitungen sollten ihre Vorschläge stets bis zum 15. Juli eines jeden Jahres elektronisch einreichen; weitere Informationen finden Sie hier.
Prüfungsämter an Universitäten und Fachhochschulen können ihre Vorschläge jeweils im Juni – Juli eines jeden Jahres einreichen, weitere Informationen finden Sie auf unserer Homepage.

Für die Vorschläge von Hochschulprofessoren und Alumni gibt es keine festen Fristen, diese können das ganze Jahr über eingereicht werden. Studierende aller Fachrichtungen können bis spätestens zum Ende ihres ersten Mastersemesters vorgeschlagen werden.

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